Ratgeber · 5 Min. Lesezeit
Endlosfaltkarte vs. Leporello: Welches Format passt für Ihr Projekt?

Endlosfaltkarte und Leporello werden im Marketing oft als dasselbe behandelt — und oft als dasselbe angeboten. Sie sind es nicht. Der Unterschied entscheidet darüber, welches Format für welchen Einsatzzweck die richtige Wahl ist.
Was ist der Unterschied?
Beide Formate sind mehrfach gefalzte Karten die sich auseinanderfalten lassen und mehr Fläche bieten als ein klassischer Flyer. Der Unterschied liegt in der Faltstruktur und dem Rücksprung.
Eine Endlosfaltkarte faltet sich beidseitig — jede Seite der Karte ist Teil einer durchgehenden Fläche die sich beim Auffalten endlos zu entfalten scheint. Das Papier faltet sich abwechselnd nach vorne und hinten, sodass beim Auffalten immer wieder neue Flächen sichtbar werden. Der Name ist Programm: Die Karte wirkt als würde sie kein Ende nehmen. Im Direktmailing ist das der entscheidende Effekt — der Empfänger faltet auf, entdeckt immer mehr, und bleibt länger mit dem Stück in Kontakt als mit jedem anderen Printformat.
Ein Leporello faltet sich zickzackförmig — alle Seiten liegen in eine Richtung, wie die Seiten eines Buches das man aufklappt. Leporellos haben oft einen festeren Buchdeckel an Vorder- und Rückseite. Das Format ist klassisch, ordentlich, und eignet sich für Inhalte die sequenziell gelesen werden — ein Katalog, ein Portfolio, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Im Marketing-Kontext werden die Begriffe häufig synonym verwendet. Wer bei einem Lieferanten „Leporello“ bestellt, bekommt manchmal eine Endlosfaltkarte — und umgekehrt. Die sauberste Unterscheidung ist die Faltrichtung: Endlosfaltkarte = wechselnde Faltrichtung (Zickzack mit Rücksprung), Leporello = einheitliche Faltrichtung ohne Rücksprung.
Wann welches Format?
Die Entscheidung zwischen Endlosfaltkarte und Leporello hängt von zwei Faktoren ab: dem Einsatzzweck und dem gewünschten Erlebnis beim Empfänger.
Die Endlosfaltkarte ist die richtige Wahl wenn der Überraschungsmoment im Vordergrund steht. Als Direktmailing landet sie im Briefkasten des Empfängers und entfaltet beim Öffnen eine Wirkung die kein klassischer Flyer erreicht. Als Messe-Einladung erzeugt sie am Stand einen Effekt der in Erinnerung bleibt. Als Leave-behind nach einem Gespräch bleibt sie auf dem Schreibtisch — nicht weil der Empfänger sie aufheben muss, sondern weil er sie immer wieder auffalten will. Die Endlosfaltkarte eignet sich überall dort wo Aufmerksamkeit der erste Schritt ist und das Format selbst Teil der Botschaft sein soll.
Das Leporello ist die richtige Wahl wenn der Inhalt im Vordergrund steht. Als Produktkatalog, Portfolio oder Schritt-für-Schritt-Anleitung bietet es eine sequenzielle Leseerfahrung die das klassische Buch nachbildet — ohne die Kosten eines gebundenen Druckwerks. Es eignet sich für Inhalte die häufig aufgeschlagen werden, für Referenzformate die im Regal stehen, und für Anwendungen bei denen Übersichtlichkeit wichtiger ist als Überraschungseffekt.
Einsatz im B2B-Marketing
In der Praxis dominiert die Endlosfaltkarte im B2B-Direktmailing und im Messebereich. Sie ist kompakt genug für den DIN-Lang-Umschlag, aber groß genug um auf allen vier Seiten vollständige Inhalte zu transportieren. Für Produktlaunches, Messeeinladungen und Kampagnenmailings ist sie das Format das klassische Flyer und Broschüren ersetzt — mit höherem Erinnerungswert und deutlich besserem Aufmerksamkeitswert.
Das Leporello findet seinen Haupteinsatz in Situationen wo das Format mehrfach genutzt wird: als Referenzkarte für den Außendienst, als Produktübersicht am Messestand die immer wieder aufgeschlagen wird, oder als Begleitdokument zu einer Produktlieferung das der Empfänger aufhebt.
Beide Formate können in denselben Papierqualitäten und mit denselben Veredelungen produziert werden — Softtouch-Kaschierung, Heißfolienprägung, Spot-UV. Der Unterschied liegt nicht in der Verarbeitungsqualität, sondern im Erlebnis beim Auffalten.
Produktion & Mindestauflage
Endlosfaltkarten sind ab 50 Stück erhältlich. Die Produktionszeit beträgt abhängig von der Auflage in der Regel 12–14 Arbeitstage ab Druckfreigabe. Direktversand an Ihre Adressliste möglich.
Die richtige Entscheidung für Ihr Projekt
Drei Fragen helfen bei der Entscheidung. Erstens: Soll das Format selbst Aufmerksamkeit erzeugen, oder soll der Inhalt im Vordergrund stehen? Wenn die Antwort „das Format“ ist — Endlosfaltkarte. Wenn „der Inhalt“ — Leporello.
Zweitens: Wird das Stück einmalig erlebt oder mehrfach genutzt? Einmalig mit starkem Eindruck — Endlosfaltkarte als Mailing. Mehrfach als Referenz oder Katalog — Leporello.
Drittens: Wird das Format versendet oder am Stand ausgegeben? Für den Versand im DIN-Lang-Umschlag ist die Endlosfaltkarte optimiert. Für die Auslage am Stand oder im Regal funktioniert das Leporello besser.
Für die meisten B2B-Direktmailing- und Messeprojekte ist die Endlosfaltkarte die stärkere Wahl. Wer konkrete Projekte vergleichen will: Endlosfaltkarte vs. Lamellenkarte — ein weiterer Formatvergleich der häufig gestellten Frage.
Endlosfaltkarte oder Leporello — die Entscheidung ist keine Geschmacksfrage. Sie ist eine Frage des Einsatzzwecks. Wer weiß was er erreichen will, weiß auch welches Format das richtige ist.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Endlosfaltkarte und Leporello?
Beide sind mehrfach gefalzte Karten. Der Unterschied liegt in der Faltstruktur: Eine Endlosfaltkarte faltet sich mit wechselnder Richtung — jede Seite ist Teil einer durchgehenden Fläche. Ein Leporello faltet sich einheitlich zickzackförmig, oft mit Buchdeckel. Im Marketing werden die Begriffe häufig synonym verwendet.
Wann eignet sich eine Endlosfaltkarte besser als ein Leporello?
Wenn der Überraschungsmoment beim Auffalten im Vordergrund steht — für Direktmailings, Messe-Einladungen und Leave-behinds. Das Leporello eignet sich besser wenn der Inhalt sequenziell gelesen wird und das Format mehrfach genutzt wird.
Wie lange dauert die Produktion?
12–14 Arbeitstage ab Druckfreigabe.



